Gymnasium
Bruchhausen-Vilsen

Aktuelles

Facharbeitspreis 2021

Das Schreiben einer Facharbeit im 12. Jahrgang bildet das Kernstück des Seminarfachunterrichts. Sehr individuell können die Schüler*innen ihr Thema finden und bearbeiten – einzig die wissenschaftlichen Standards zum Schreiben einer solchen Arbeit sind keine Verhandlungssache. Arbeiten zum Umweltschutz des Brokser Marktes, zum Engagement innerhalb des Ehrenamtes, zur Ernährung und zu vielen anderen Themen werden jedes Schuljahr in vielen Stunden erarbeitet. So auch im Frühjahr 2020.

Für die herausragenden Facharbeiten verleiht die Sparkasse den Facharbeitspreis. Diese Arbeiten werden mit 300, 200 und 100€ honoriert. Seit Freitag, den 19.3.2021, stehen die Siegerinnen dieses Durchgangs fest. Sie heißen: Nina Immor, Nike Tecklenborg und Lena Grundmann.

Lena Grundmann untersuchte „Die Verwendung des Substandards Kurzdeutsch unter heutigen Jugendlichen“. Gemeint sind damit Formulierungen wie „Ich schwör!, die insbesondere im Berliner Sprachraum zu finden sind. Lena hat Interviews zu ganz alltäglichen Themen geführt, um umfassende sprachliche Äußerungen „einzusammeln“, die sie dann transkribierte und auswertete. Ihre Arbeit zeichnet sich durch eine große Genauigkeit und viel Fleiß aus. Und Kurzdeutsch in Bruchhausen-Vilsen? „Das gibt es schon, allerdings nicht so expressiv wie in unserer Hauptstadt, wir sind ein anderer sozialer Raum“, sagt Lena. Sie erhielt den dritten Preis.

Nike Tecklenborg forschte zu den Möglichkeiten das Dorfleben mithilfe von Vereinen zu erhalten. Auf Facebook führte sie dazu eine Umfrage durch. „Sicher ist ein gutes Jobangebot ein viel härteres Kriterium für die Wohnortwahl. Allerdings sind Vereine schon wichtig. Wohlfühlen reduziert das Dorfsterben.“, so die angehende Abiturientin. Es ist ihr gelungen, einen Teilaspekt eines sehr komplexen Themas auszuleuchten. Auch die Selbstkritische Reflexion zum Abschluss der Arbeit, weist auf die Fähigkeiten sehr differenziert zu urteilen hin und erklärt unter anderem den zweiten Preis.

Die Siegerarbeit stammt aus der Feder von Nina Immor. Sie untersuchte die Lesesozialisation am Gymnasium Bruchhausen-Vilsen und geht der Frage nach, inwieweit Schulen die Lesesozialisation ihrer Schüler beeinflussen können? Grundständig klärt sie, was unter Lesesozialisation zu verstehen ist und analysiert dezidiert die Elemente, welche das Gymnasium zu legen versucht. „Das Gymnasium leistet einen guten Beitrag“, so ihr Resümee, „allerdings handelt es sich um eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung.“

Die neue Oberstufenkoordinatorin Kristina Schiewe ist begeistert, „Wir haben auch in diesem Jahr zahlreiche gute und sehr gute Facharbeiten lesen dürfen. Sie werden in den Fundus der Bibliothek überführt und können von den folgenden Jahrgängen gern gelesen werden.“

Verfasser: JM. Döhl