Gymnasium
Bruchhausen-Vilsen

Aktuelles

Humanitäre Schule – Kampagne für ein besseres Miteinander - Schüler*innen des Gymnasiums Bruchhausen-Vilsen wenden sich an Institutionen der Seniorenversorgung

Die Pläne waren ambitioniert, aber machbar: Der Jahrgang 12 wollte sich im Planspiel h.e.l.p. unter der Leitung der extra ausgebildeten Scouts Mieke und Levke um die „großen“ internationalen Probleme kümmern und innerhalb der Projektwoche hätten weitere Schüler*innen unserer Schule mittels einer Registrierungsaktion für Knochenmarkspenden ein sinnvolles Projekt innerhalb Deutschlands unterstützen wollen. Aber: Die im Rahmen der Kampagne „Humanitäre Schule“ für die Projektwoche geplante Aktion einer Registrierung für Knochenmarkspenden mit der DKMS musste aufgrund der Pandemie-Umstände – ebenso wie die Projektwoche – leider abgesagt werden. Das sollte aber die engagierten Schülerinnen und Schüler unserer Schule nicht davon abhalten, trotzdem aktiv zu werden.

Als Ausweichaktion wurden Bewohner von Senioren- und Pflegeheimen im Umkreis von ca. 25 Kilometern sowie deren Pflegekräfte und auch die Diakonie Bruchhausen-Vilsen mit aufmunternden Karten und Briefen angeschrieben. Durch einige unserer Lernenden, die sich aus der Gruppe Schulsanitätsdienst und Religionskursen der Jahrgänge 6 bis 9 speisten, sollte einerseits den unter den Kontaktbeschränkungen leidenden Senior*innen Mut zugesprochen werden, um zu zeigen, dass an sie gedacht wird. Andererseits sollte dem pflegenden Personal der Respekt gezollt werden, der diesem eigentlich immer gebührt. Die Einordnung in die Kategorie „systemrelevant“ stellt das deutlich heraus!

Mitglieder des Schulsanitätsdienstes sind ohnehin sehr engagiert und auch hier haben sich einige als sehr sozial und aufmerksam erwiesen. Darüber hinaus konnten Schüler*innen verschiedener Religionskurse in den Themenbereichen aktiv werden, die unterrichtlich behandelt werden: Jesu Botschaft (Jg. 6), Prophetisches Handeln (Jg. 7), Diakonie als handelnde Nächstenliebe (Jg. 8) und der Umgang mit Sterben und Tod sowie die Hoffnung auf Auferstehung (Jg. 9) sind im Zusammenhang mit dieser Aktion greifbarer und in ihrer Relevanz deutlicher geworden als im „normalen“ Unterricht.

Auch wenn Einrichtungen auf den praktischen und zumindest zwischenmenschlich infektionsfreien Weg der E-Mail verwiesen, haben die Schüler*innen sich doch lieber für Briefe und Karten entschieden. Dabei wurden ansprechende Motive ebenso berücksichtigt wie die Wahl der Worte. Von der kurzen Aufmunterung über längere Briefe bis hin zu selbstgeschriebenen Gedichten reichte die Palette der Schreiben. Einige der angeschriebenen Einrichtungen und Personen zeigten sich sofort nach Erhalt sehr erfreut und bedankten sich herzlich für die Aufmerksamkeit.

Auch wir als Schule möchten uns bei den beteiligten Schülerinnen und Schülern an dieser Stelle noch einmal herzlich bedanken! Eure Aktivitäten und eure Leidenschaft lassen auf eine Zukunft hoffen, in der der Mensch und die Menschlichkeit nicht verloren gehen!

Die Kampagne mit der DKMS kann hoffentlich bald nachgeholt werden, ebenso das vorbereitete Planspiel – vielleicht schon an den nächsten Projekttagen.

Verfasser: J. Winkelmann

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