Gymnasium
Bruchhausen-Vilsen

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„Streiten“ will gelernt sein

Im Rahmen zweier Projekttage (24. und 25.10.2019) konnten die Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs in der letzten Woche genau dies lernen – Wie argumentiere ich für meinen Standpunkt? Was kann ich auf Gegenargumente entgegnen oder wie kann ich sie entkräften?

Der Wettbewerb „Jugend debattiert“, der am Gymnasium Bruchhausen-Vilsen ab dem 8. Jahrgang durchgeführt wird, lehrt sie genau das.

In einer Eröffnungsveranstaltung haben die Schüler erfahren, welche Chancen ihnen der Wettbewerb bietet: Persönlichkeitsbildung, Stärkung der kommunikativen Fähigkeiten, aber auch der politischen Urteilsbildung. Daneben wird aber auch das sichere Auftreten vor der Klasse trainiert. Weiter lernten die Achtklässler den Unterschied zwischen einer Debatte und einer Diskussion kennen, sahen ein Finale des bundesweiten Wettbewerbes und näherten sich ersten Problemfragen an.

Zwei Schultage trainierten die Mädchen und Jungen dann in ihren Klassen anhand einer selbst gewählten Fragestellung das Formulieren der Eröffnungsrede, das Gewichten und Ausgestalten von Argumenten und Halten von Schlussworten. Dazu schulten sie sich mit Redekarten, unterhaltsamen Übungen und recherchierten Fakten zu ihren Fragen.

Am Freitag zeigten jeweils vier Schüler jeder Klasse vor ihren Mitschülern eine Schowdebatte. Dabei standen die Fragen „Sollen Lehrer von Schülern bewertet werden?", „Soll ʻFridays for futureʼ weiter durchgeführt werden?“, „Sollen Plastikverpackungen durch Alternativen ersetzt werden?" und „Soll an unserem Gymnasium eine Schuluniform eingeführt werden?“ im Mittelpunkt.

Während die Debattanten auf der Bühne über sich und ihre Aufregung hinauswuchsen, notierte die Jury, bestehend aus den erfahrenen „Jugend debattiert“-Teilnehmern Anne Stegemann-Auhage und Hunter Coester (Jg. 12) sowie den Lehrkräften Jenny M. Döhl und Luisa Huesmann, Wesentliches für die Bewertung der Sachkenntnis, des Ausdrucksvermögens, der Gesprächsfähigkeit und der Überzeugungskraft. Alle anderen Schülerinnen und Schüler der siebten und achten Klassen lauschten konzentriert im Forum, denn auch sie konnten nach der Debatte mit roten und grünen Karten ihr Votum für die stärkere Seite der Debatte abgeben. Neben diesem ersten Feedback lobte die Jury die Debattanten für ihre in den zwei Tagen gewonnenen Kenntnisse und gab ihnen Tipps für weitere Debatten. Diese können sie ggf. nutzen, wenn sie im Januar im Schulwettbewerb „Jugend debattiert“ gegeneinander antreten und es wieder heißt: „Streiten will gelernt sein.“

Verfasser: L. Huesmann (Regionalkoordinatorin Jugend debattiert, Verbund Diepholz)

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