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„1922“ will in dicke Turnschuhe treten

Diese fünf Mädels haben Power. Wenn Paula, Andrea, Finia, Jana und Michelle von der Band „1922“ musizieren, dann geben sie alles und schaffen es gleichzeitig noch, selbst bei schwierigen Songpassagen zu lächeln. Ob ihre Spielfreude reicht, um ins Finale des Musikwettbewerbs „Rosa“ zu kommen, steht noch nicht fest. Dass ihr Auftritt dem Publikum gefallen hat, schon.

„1922“ hat sich ebenso wie neun weitere Schulbands aus der Region für das „Rosa“-Finale beworben, das am 10. März in der Mensa-Halle Bruchhausen-Vilsen steigen wird. Heute Vormittag spielten die Gymnasiastinnen im Schulforum vier Songs, um die Jury – bestehend aus Vertretern des ausrichtenden Rotary Clubs sowie der Sponsoren Volksbank und Avacon – zu überzeugen. Die Entscheidung, welche fünf Bands es in die Endrunde schaffen, soll morgen fallen.

Bevor „1922“ loslegte, begrüßte Arne Bär vom Rotary Club die Musikerinnen sowie einige Schüler und Lehrer, die sich das 20-minütige Konzert nicht entgehen lassen wollten. „Vilsen war schon oft im Finale“, sagte Bär. „Es sind ziemlich dicke Turnschuhe, die ihr da belatschern müsst.“ Immerhin belegte „Vortex“ aus Bruchhausen-Vilsen beim „Rosa“-Wettbewerb 2015 hinter dem Chor der Albert-Schweitzer-Schule Nienburg den zweiten Platz. „Wird Zeit für den ersten“, sagte Bär augenzwinkernd.

Er erklärte die Kriterien, nach denen die Jury die Bewerber beurteilt. Es gehe um Bühnenpräsenz und musikalische Qualität, um den Spaß der Musiker, das Entertainment und darum, ob die Gruppen ins schulische Konzept eingebunden sind.

Vor allem in Sachen Bühnenpräsenz müssen sich die Mädels von „1922“ nicht verstecken, stellte Bär nach ihrem Auftritt fest: „Das erste, was aufgefallen ist: Ihr habt es genossen“, bilanzierte er. „Ihr verbreitet gute Laune, seid Teil der Musik, Teil der Gemeinschaft. Ihr habt alle sehr schöne, klare Stimmen. Und die Instrumentierung gefällt mir total gut.“

Neben Gitarre und Bass benutzen die Gymnasiastinnen auch Cajon und Xylophon. Singen können sie alle, auch wenn sich am Chorgesang noch etwas feilen ließe, wie Bär der Bruchhausen-Vilser Band riet. Heute gab Paula bei zwei Songs allein und bei einem zusammen mit Michelle den Ton an, während beim letzten Stück Andrea die Lead-Stimme übernahm.

Die ausgewählten Lieder gingen sofort ins Ohr. Nach dem Start mit „Something in the Water“ von Brooke Frase wirkten die Mädels immer sicherer – bis mit „Zombie“ von den „Cranberries“ das Beste am Schluss erklang. Zwischen den Stücken sprach Paula ein paar Worte zum Publikum und nannte die vorgetragenen Lieder. Dass sie den Namen der „Something in the Water“-Komponistin nur zögerlich aussprechen konnte, kommentierte sie locker-charmant: „Ich hab versucht, das auswendig zu lernen. Hat nicht so gut geklappt.“

Auch auf die Bandgeschichte ging die Schülerin ein. „1922“ hat sich vor einem Jahr bei einer Musikfreizeit des Gymnasiums gefunden: „Wir saßen in der Küche und haben ein bisschen gespielt, da kam unsere Musiklehrerin Frau Michalek und meinte aus Witz, dass wir die neue Schulband sind.“ Aus Witz wurde Ernst, und so treffen sich die Mädels immer dienstags zum Üben – allein, ohne Lehrer. Und weil Susanne Michalek den schicksalhaften Scherz um 19.22 Uhr machte, entstand der Bandname. Englisch ausgesprochen. „Das klingt besser.“

Quelle: https://www.kreiszeitung.de/lokales/