Politik und Wirtschaft

Selbstverständnis des Faches

Zentrale Aufgabe des Faches Politik-Wirtschaft ist die Vermittlung eines vertieften politischen und ökonomischen Grundwissens, das Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzt, sich in der Gesellschaft und ihren Subsystemen Politik und Wirtschaft angemessen zu orientieren, politische und wirtschaftliche Sachverhalte und Probleme kompetent zu beurteilen, Standpunkte zu beziehen und sich auf einer demokratischen Grundlage in öffentlichen Angelegenheiten zu engagieren. Dazu müssen Schülerinnen und Schüler spezifische Kompetenzen in den Domänen Politik und Wirtschaft so erwerben, sodass sie Interdependenzen zwischen Politik und Wirtschaft erkennen können.

Inhaltliche Zielsetzung

- Der Jugendliche im Wirtschaftsgeschehen und seine Stellung in der Rechtsordnung
- Politik im Nahbereich
- Wirtschaftliches Handeln in Haushalt und Betrieb
- Der politische Willensbildungs- und Entscheidungsprozess in der Bundesrepublik Deutschland
- Das Unternehmen als wirtschaftliches und soziales Aktionszentrum
- Funktionen des Staates in der sozialen Marktwirtschaft
- Sozialer und wirtschaftlicher Wandel
- Politik und Wirtschaft in der EU

- Die Bundesrepublik in der globalisierten Wirtschaft
- Das Ringen um Frieden und Sicherheit am Beispiel eines Konflikts auf internationaler Ebene
- Demokratie und sozialer Rechtsstaat
- Der politische Willensbildungs- und Entscheidungsprozess am Beispiel eines Gesetzes zur Sozialpolitik
- Wirtschaftspolitik in der Sozialen Marktwirtschaft
- Die Rolle des Staates in der sozialen Marktwirtschaft
- Wirtschaftspolitik am Beispiel des Beschäftigungsproblems
- Internationale Wirtschaftsbeziehungen
- Weltwirtschaft zwischen Liberalisierung und Protektionismus

Methodische Ausrichtung

Im Fach Politik-Wirtschaft sollen vorrangig die folgenden Kompetenzen vermittelt werden:

- Sach- und Analysekompetenz:
Damit sind nicht nur bestimmte Inhalte gemeint, sondern auch Ordnungen des Wissens, welche den Lernenden das Wiedererkennen von Strukturelementen, Invarianzen und Prozessregeln in der Fülle der politischen und ökonomischen Phänomene ermöglichen.

- Methodenkompetenz:
Dabei ist zwischen fachspezifischen Methoden und Arbeitstechniken zu unterscheiden. Sie zielen auf die zunehmend selbstständige Erschließung von politischen und wirtschaftlichen Phänomenen durch die Lernenden.

- Urteilskompetenz:
Erweist sich vor allem in der Fähigkeit, politische und ökonomische Entscheidungen sachorientiert und begründet mehrperspektivisch zu beurteilen sowie die eigenen Denk- und Beurteilungsprozesse (auch im Sinne der eigenen Kritikfähigkeit) zu reflektieren.

- Handlungskompetenz:
Durch die Vielzahl der dargestellten Kompetenzen sollen die Schüler zur Teilhabe an der politischen Willensbildung befähigen, sodass die Partizipations- und Informationsmöglichkeiten eines mündigen Bürgers in einer Demokratie gekannt und praktisch umgesetzt werden können.

Unterrichtsergänzende und außerschulische Aktivitäten

- Berufsorientierung/Betriebspraktikum

Einen ersten Blick in die Berufswelt erhalten die Schüler der Klassen 5-7 im Rahmen eines Zukunftstages. Hier haben die Schüler die Gelegenheit einen Tag lang einen Arbeitsplatz ihrer Wahl unter die Lupe zu nehmen und in die Arbeitswelt der Erwachsenen einzutauchen. Für die Jahrgänge 8-10 finden an diesem Tag in der Schule Workshops statt, die der Berufsorientierung dienen. Der Berufsbasar ist für die gesamte Schulgemeinschaft inzwischen eine interessanter Schwerpunkt dieses Tages.
Ein Bewerbertraining bereitet die Schüler dann auf das zweiwöchige Betriebspraktikum am Ende der 9. Klasse vor. Hier soll den Schülern ein dezidiertes Bild über ein Berufsfeld vermitteln. Neben der gründlichen Vor- und Nachbereitung im Fachunterricht soll jeder Schüler während des Praktikums von einem Politiklehrer individuell betreut werden. Zu beachten ist dabei allerdings, dass die Schüler, deren Praktikumsplätze jenseits von Bremen, Hannover und Sulingen liegen, leider nicht von einem Lehrer besucht werden können. Um die Ergebnisse des Praktikums zu sichern, werden die Schüler nach Berufsfeldern eingeteilt und sollen als Gruppe eine kreative gemeinsame Arbeit entwickeln. Diese soll ihre Erfahrungen und die Auseinandersetzung mit ihrem Praktikum der Schulgemeinschaft, aber auch den Mitarbeitern der Praktikumsbetriebe, veranschaulichen und erlebbar machen.
Je nach Bedarf bietet eine Berufsberaterin darüber hinaus im Rahmen der schulischen Berufsorientierung eine Sprechstunde zur qualifizierten Beratung an. Weitere Jahrgangsspezifische Veranstaltungen bietet die Kooperation mit der Arbeitsagentur für die Jahrgänge 9-12 an. Als Beispiel seien hier die “Berufsfindungsstunde” und der Vortrag “Wege nach dem Abitur” genannt. Des Weiteren macht die Schule in der Oberstufe das Angebot, die Berufsmesse “Vocatium” in Bremen zu besuchen, bei der sich die Schüler sowohl gezielt individuell beraten lassen können als auch selbständig nach aktuellen Berufsfeldern zu suchen.

- mögliche Exkursionen (Rathaus der Samtgemeinde, Amtsgericht Syke, Betriebsbesichtigungen, Landtag Hannover oder Bremer Bürgerhaus usw.)