Geschichte

Selbstverständnis des Faches

Das Fach Geschichte möchte den Schülerinnen und Schülern im Rahmen historischer Untersuchungen Einsichten darin vermitteln, die eigene Gegenwart nicht als etwas Unveränderliches, sondern vielmehr als aktuelle Momentaufnahme einer Entwicklung zu betrachten. Gültige Werte unserer können Gesellschaft historisch eingeordnet und kritisch untersucht werden. Der Regionalgeschichte kommt dabei eine besondere Rolle zu. Die Lernenden nehmen selbst an weiteren Entwicklungen teil, indem sie sich in aktuelle Problemdiskussionen einbringen und damit politisch arbeiten.

Inhaltliche Zielsetzung

Als Hauptstrang der historischen Wissensvermittlung ist in der Sekundarstufe I der chronologische Abriss vor allem europäischer Geschichte zu nennen. In der Oberstufe wird der Horizont auf globale Entwicklungen erweitert. Dieses Fachwissen stellt den Rahmen der nötigen Grundkenntnisse, ohne die man die Existenz der Bundesrepublik Deutschland und ihre kulturelle Ausprägung nicht verstehen und erklären kann. Es reicht von urgeschichtlichen Aspekten zu den grundlegenden Erkenntnissen der Griechen, behandelt die Römer und das sich ausbreitende Christentum, leuchtet deren Folgen auf das Mittelalter bis in die Neuzeit und die Zeitgeschichte aus und rekonstruiert mit (um nur einige zu nennen) Renaissance, Humanismus, Aufklärung, Liberalismus, Nationalismus und Globalisierung sowohl zurzeit negativ als auch positiv bewertete Entwicklungen.

Methodische Ausrichtung

Das Curriculum für das Fach Geschichte legt die Schwerpunkte auf
- Klärung des Quellenbegriffs,
- Einordnung und Interpretation historischer Quellen,
- Deutung anderer, darstellender Textarten,
- Anwendung produktiver Verfahren (z.B Tagebuch oder Brief schreiben), um somit historisches Wissen anzuwenden,
- Entwicklung eigener Hypothesen in der Auseinandersetzung mit geschichtlichen Ereignissen und Tendenzen und
- Beurteilung und Bewertung historischer Begebenheiten.

Dazu lernen die Schülerinnen und Schüler sich selbst aus Bibliotheken, Archiven und anderen Quellen Wissen zu beschaffen und zentrale Zusammenhänge zu erkennen. Auf dieser Basis erörtern sie Handlungsmöglichkeiten und erproben kreative Lösungen, welche im Folgenden von ihnen selbst kritisch überprüft werden.

In der Sek II rückt das wissenschaftspropädeutische Arbeiten in den Vordergrund.

Unterrichtsergänzende und außerschulische Aktivitäten

Wir möchten das Gymnasium Bruchhausen-Vilsen als kulturellen Treffpunkt weiter auszubauen, z.B. durch Ausstellungen und Veranstaltungen von lokaler, aber auch regionaler oder gar bundesweiter Tragweite.
Aber auch die Schülerschaft selbst bietet präsentationswürdige Kreationen. Von kleinen Ausstellungen von Texten, Bildern und Modellen in der Mittelstufe bis hin zu den Facharbeiten in der Oberstufe mit geschichtlichem Schwerpunkt, die durch ihre Qualität eine Jury aus Lehrern und außerschulischen Teilnehmern aus der Kreissparkasse überzeugt haben und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen.

Die unterrichtenden Kolleginnen und Kollegen nehmen nach Möglichkeit in der 6. Klasse einen Ausflug nach Kalkriese vor, um den Lernenden die regionalen Bezüge zur Römerzeit (Varusschlacht) anschaulich zu machen. Gerade im Doppeljahrgang 5/6 begrüßen wir auch die Kirchenerkundungen, die durch die Fachschaft Religion veranstaltet werden, weil dadurch die lokalen christlichen Wurzeln von Bruchhausen-Vilsen erläutert werden. Schließlich bilden auch die Kursfahrten in der Oberstufe einen rundlegenden Baustein historischer Erkenntnis. Hier werden die durch die Fachkräfte vorgeschlagenen Ziele auf ihre Relevanz hin geprüft und ausgewählt. Fachspezifische Aufgabenstellungen erweitern dort die Horizonte der Lernenden und ermöglichen somit auch eine differenziertere Identitätsbildung.

Bildergalerie
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