Erdkunde

Geographie taucht bereits im 16. Jahrhundert in den ersten Gymnasien als Schulfach auf. Wie damals den Humanisten geht es auch heute um die Erkenntnis der Erscheinungen der realen Welt, insbesondere der Erdoberfläche, ihrer Untergründe und der sie umhüllenden Atmosphäre. Dabei geht es heute mehr denn je um das Verständnis der das Erscheinungsbild der Erde prägenden Prozesse. Durch Einsicht und Selbsttun soll in dem Schüler bis zur Oberstufe hin die Erkenntnis reifen, dass die Welt mit ihren Bergen, Flüssen, Wäldern, Äckern, Wiesen, Siedlungen, Fabriken, Straßen und Luftmassen zugleich seine Welt ist, in der er wohnt, sich gesellt, ernährt und Freud und Leid erfährt. Dass er aber auch merkt, wie sehr er selbst den irdischen Lebensraum – bewusst und unbewusst – gestaltet, verändert, plündert, in Unordnung bringt und doch auf ihn angewiesen ist. Das alles gilt nun in Bruchhausen-Vilsen in gleicher Weise wie auch andernorts im Lande.

Wegen der ländlichen Lages des Gymnasiums bieten sich einerseits ergänzende außerschulische Lernorte (Ortsbegehung, Besuche von Bauernhöfen und Kleinunternehmungen) an. Andererseits erfordern gerade die stadt- und wirtschaftsgeographischen Stoffe, die an urbane Umfelder gebunden sind, an unserem Standort Bruchhausen-Vilsen eine Besonders aufmerksame und behutsame Entfaltung. Im Erdkundeunterricht werden nicht nur Methoden vermittelt, sondern es werden altersangemessen auch Gelegenheiten zur Methodenreflexion eröffnet. So wird das kritische Befragen der Ergiebigkeit und Zielangemessenheit der eingesetzten allgemeinen und spezifisch geographischen Methoden entwickelt. Die Einzelheiten sind im Schulcurriculum geregelt.