Schulbrücke Weimar

Schulbrücke Weimar
Sechs bis acht Schülerinnen und Schüler des elften Schuljahrgangs haben jedes Jahr die Möglichkeit, an der „Schulbrücke Weimar“, einem Projekt der Deutschen Nationalstiftung unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten, in Weimar teilzunehmen.
Dort werden sie sich mit gleichaltrigen Schülerinnen und Schülern aus Garbsen, Berlin, Meran, Sofia und Bratislava eine Woche lang mit verschiedenen tiefgründigen Themen und Fragen (z.B. Was ist Glück?, Revolutions- und Humanitätsbegriffe oder Ökonomie) auf erhöhtem Niveau kritisch auseinandersetzen. Hierbei gilt es auch immer wieder, Bezüge zur Weimarer Klassik sowie zu Umbrüchen in unserer heutigen Gesellschaft, in Europa und der Welt herzustellen. Ziel ist es, den Lernenden einen komplexen und zukunftsfähigen Wertbegriff zur Beurteilung der unterschiedlichsten Fragestellungen (der heutigen Zeit) anzubieten und Brücken zwischen Jugendlichen aus ganz Europa zu bauen. Darüber hinaus lernen sie die Stadt Weimar bei einer Stadterkundung kennen (z.B. Goethes und Schillers Wohnhäuser, den Theaterplatz, die Herderkirche oder die Anna Amalia Bibliothek) und da Weimar auch in einem engen Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus steht, wird zudem das Konzentrationslager Buchenwald besucht. In Vorlesungen und diversen Workshops aus den Bereichen Politik, Geschichte, Philosophie, Kunst und Literatur wird sich den unterschiedlichen Themen selbstständig genähert. Am Ende der Woche werden die einzelnen Ergebnisse dann in Form eines großen Zeitstrahls präsentiert. Wichtig ist dabei, dass jeder Teilnehmer anders als in der Schule seinen eigenen Zugang zur Erarbeitung der Themen und Materialien findet: Der Kreativität wird hier freien Lauf gelassen. Jeder kann selbst entscheiden, wie er zum Schluss das Thema anschaulich zusammenfasst und am Zeitstrahl gemeinschaftlich präsentiert, so dass Lieder gesungen, Dialoge, Gedichte oder eigene Texte geschrieben und vorgetragen, Bilder gemalt, gezeichnet und gedruckt oder Fotos geschossen werden.
Es wird kritisch diskutiert, viel gelacht, der Blick für Neues geschärft, der eigene Horizont erweitert, gelernt, mit anderen im Team zu arbeiten, sich gegenseitig zu unterstützen, und es werden bei dem internationalen Büfett Speisen und Getränke aus den anderen Heimatorten probiert, neue Erfahrungen gemacht und vor allem neue Freundschaften geknüpft.